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	<title>Kommentare zu: Gibt es eine Kausalität in der Markenführung?</title>
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	<link>http://www.markentechnik-blog.de/gibt-es-eine-kausalitat-in-der-markenfuhrung/298</link>
	<description>Magazin für Markenführung, Branding, Marketingstratgie</description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 Jul 2010 05:06:56 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Klaas Kramer</title>
		<link>http://www.markentechnik-blog.de/gibt-es-eine-kausalitat-in-der-markenfuhrung/298/comment-page-1#comment-235</link>
		<dc:creator>Klaas Kramer</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2009 13:16:08 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Herr Meyer,

ich anerkenne, dass Sie mit Markentechnik richtige Entscheidungen treffen können.
Dennoch halte ich trivialisierende Ursache-Wirkungsmodelle vor dem Hintergrund zunehmender Komplexität als Beschreibungsmodelle des Ganzen für irreführend.
Jeder greift für konkretes Handeln situativ auf Kausalmodelle zurück. Ich halte es aber für geboten, sich dessen bewusst zu sein, dass man sich jeweils für ein Modell entscheidet und das Modell, was heute nützlich war, morgen schon zu fatalen Schlussfolgerungen führen kann.

Der Abschied vom Ursache-Wirkungs-Prinzip als Meta-Modell bedeutet durchaus nicht, sich vom Management der Marken zu verabschieden. Im Gegenteil, nur wer weiß wo der Einfluss seine Grenzen hat, kann wirksam Einfluss nehmen. Alles andere ist Illusion.

Es gibt seit Jahrzehnten Modelle, die die Selbstorganisation von Systemen anerkennen. Von der Maschinenmetapher hat sich die Kybernetik zweiter Ordnung vor fünfzig Jahren verabschiedet.
Nicht missverstehen: Das bedeutet eben gerade NICHT &quot;die Hände in den Schos legen, sondern im Gegenteil: Verantwortung übernehmen.
In den Disziplinen der Betriebswirtschaft hat sich ein systemisches Verständnis lediglich in der Organisationslehre durchsetzen können.
Im Marketing und insbesondere der Markenführung herrschen nach wie vor Vereinfachungsmodelle vor. 
Jörg Tropp hat mit dem Brand Management Navigator einen Entwurf vorgelegt, wie Markenmanagement die Tatsache der Selbstorganisation einbeziehen kann.
Markenmanagement gewinnt durch die Erkenntnis, dass es in erster Linie sich selbst steuert und keinen direkten Einfluss auf die Köpfe der Menschen hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Meyer,</p>
<p>ich anerkenne, dass Sie mit Markentechnik richtige Entscheidungen treffen können.<br />
Dennoch halte ich trivialisierende Ursache-Wirkungsmodelle vor dem Hintergrund zunehmender Komplexität als Beschreibungsmodelle des Ganzen für irreführend.<br />
Jeder greift für konkretes Handeln situativ auf Kausalmodelle zurück. Ich halte es aber für geboten, sich dessen bewusst zu sein, dass man sich jeweils für ein Modell entscheidet und das Modell, was heute nützlich war, morgen schon zu fatalen Schlussfolgerungen führen kann.</p>
<p>Der Abschied vom Ursache-Wirkungs-Prinzip als Meta-Modell bedeutet durchaus nicht, sich vom Management der Marken zu verabschieden. Im Gegenteil, nur wer weiß wo der Einfluss seine Grenzen hat, kann wirksam Einfluss nehmen. Alles andere ist Illusion.</p>
<p>Es gibt seit Jahrzehnten Modelle, die die Selbstorganisation von Systemen anerkennen. Von der Maschinenmetapher hat sich die Kybernetik zweiter Ordnung vor fünfzig Jahren verabschiedet.<br />
Nicht missverstehen: Das bedeutet eben gerade NICHT &#8220;die Hände in den Schos legen, sondern im Gegenteil: Verantwortung übernehmen.<br />
In den Disziplinen der Betriebswirtschaft hat sich ein systemisches Verständnis lediglich in der Organisationslehre durchsetzen können.<br />
Im Marketing und insbesondere der Markenführung herrschen nach wie vor Vereinfachungsmodelle vor.<br />
Jörg Tropp hat mit dem Brand Management Navigator einen Entwurf vorgelegt, wie Markenmanagement die Tatsache der Selbstorganisation einbeziehen kann.<br />
Markenmanagement gewinnt durch die Erkenntnis, dass es in erster Linie sich selbst steuert und keinen direkten Einfluss auf die Köpfe der Menschen hat.</p>
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